Reaktivierung der Solmsbachtalbahn

 

Ergebnis der Machbarkeitsstudie ist nun bekannt

Für die Solmsbachtalbahn zwischen Solms-Albshausen und Waldsolms-Brandoberndorf wurde jetzt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie bekannt. Demnach würde die Reaktivierung bei Investitionskosten von ca. 120 Millionen Euro einen Nutzen-Kosten-Index von 0.93 erzielen. Untersucht wurde eine "RB15" im Anschluss an die künftige S-Bahn in Usingen. Nördlicher Endpunkt wäre Gießen. Ein ähnliches Betriebskonzept hatten Pro Bahn & Bus vorgeschlagen. Auch die neuen oder verlegten Haltepunkte waren Gegenstand der Untersuchung.

Die Studie entstand im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und der lokalen Verkehrsgesellschaft Lahn-Dill-Weil (VLDW) und wurde von DB Engineering & Consulting durchgeführt. Fertiggestellt war die Studie spätestens Mitte 2025, sie wurde vom Lahn-Dill-Kreis aber mehr als ein Jahr intern gehalten.

Der Lahn-Dill-Kreis will die Reaktivierung erwartungsgemäß nicht weiterverfolgen, die Trasse jedoch sichern. Die Gleise sind seit 1990 abgebaut, die allermeisten Brücken sind nicht mehr vorhanden und der Burgsolmser Tunnel ist verfüllt. Allerdings genießt die Trasse raumordnerischen Bestandsschutz.

“Pro Bahn & Bus wird die Studie in den nächsten Tagen sehr genau lesen und inhaltlich bewerten. Fakt ist, dass den Investitionskosten ein sehr hoher Nutzen für unsere Region gegenüber stehen würde. Wenn es gelingt, die Förderfähigkeit des Projektes noch nachzuweisen, dann ist das gut für den Lahn-Dill-Kreis und den Hochtaunus. Wenn nicht, dann fließen die Zuschussgelder woanders hin”, sagt Friedrich Lang vom Pro Bahn & Bus - Regionalverband Mittelhessen.

Ein Wasserstoffzug von Start Deutschland im Bahnhof Grävenwiesbach . Bild: Initiative Solmsbachtalbahn

 
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